Viele Unternehmen verlassen sich auf Firewalls, Virenschutz, Multi-Faktor-Authentifizierung und moderne Cloud-Dienste. Diese Maßnahmen sind wichtig, beantworten aber nicht immer die entscheidende Frage:
Könnte ein Angreifer tatsächlich in die Systeme eindringen?
Ein Penetrationstest geht genau dieser Frage nach. Er betrachtet IT-Systeme aus der Perspektive eines Angreifers und zeigt, welche Schwachstellen, Fehlkonfigurationen oder Angriffspfade ein konkretes Risiko darstellen können.
Gerade im Mittelstand, in Kommunen und in Organisationen mit hybriden IT-Landschaften ist diese Form der Sicherheitsprüfung sinnvoll, um technische Risiken nachvollziehbar zu bewerten und gezielt zu priorisieren.
Ein Penetrationstest für Unternehmen prüft IT-Systeme unter realitätsnahen Bedingungen. Dabei geht es nicht nur um das Auffinden technischer Schwachstellen, sondern um deren Bewertung im konkreten Unternehmenskontext.
n-komm kombiniert dafür manuelle Penetrationstests durch erfahrene Security-Experten mit automatisierten Pentests, zum Beispiel mit Pentera. So lassen sich einzelne Systeme, Netzwerke oder externe Angriffsflächen strukturiert analysieren.
Wann ist ein Pentest sinnvoll?
Ein Pentest ist besonders dann sinnvoll, wenn Unternehmen oder Kommunen wissen möchten, wie belastbar ihre bestehenden Sicherheitsmaßnahmen tatsächlich sind. Das gilt vor allem nach größeren Änderungen an der IT-Infrastruktur, bei neuen digitalen Diensten oder im Rahmen von Compliance-Anforderungen.
| Situation | Pentest sinnvoll? | Warum? |
|---|---|---|
| Microsoft 365 oder Cloud-Dienste | Ja | Fehlkonfigurationen, Rechteprobleme und externe Zugriffe können erhebliche Sicherheitsrisiken verursachen. |
| VPN oder Homeoffice | Ja | Externe Zugänge sollten regelmäßig geprüft werden, da sie häufig direkt mit internen Systemen verbunden sind. |
| Webshop, Kundenportal oder Verwaltungsportal | Ja | Öffentlich erreichbare Anwendungen sind besonders relevant, weil sie von außen erreichbar sind. |
| Interne Netzwerke und Active Directory | Ja | Rechtekonzepte, Benutzerkonten und interne Strukturen entscheiden darüber, wie weit ein Angreifer nach einem Zugriff kommen könnte. |
| Website oder Online-Auftritt | Empfohlen | Veraltete Plugins, unsichere Schnittstellen oder Fehlkonfigurationen können Angriffsflächen schaffen. |
Manueller Pentest und automatisierter Pentest: Was ist der Unterschied?
Nicht jeder Pentest verfolgt denselben Ansatz. Manuelle und automatisierte Penetrationstests haben unterschiedliche Stärken und können je nach Zielsetzung einzeln oder kombiniert eingesetzt werden.
| Testart | Fokus | Besonders geeignet für |
|---|---|---|
| Manueller Pentest | Security-Experten prüfen Systeme gezielt, interpretieren Ergebnisse, testen komplexe Angriffspfade und bewerten Schwachstellen im konkreten Kontext. | Webanwendungen, interne Netzwerke, Active Directory, komplexe Umgebungen, individuelle Systeme und Audit-Anforderungen. |
| Automatisierter Pentest | Automatisierte Plattformen wie Pentera prüfen wiederholbar, welche Schwachstellen ausgenutzt werden könnten und wie Risiken priorisiert werden sollten. | Regelmäßige Sicherheitsvalidierung, externe Angriffsflächen, interne Netzwerke und kontinuierliche Kontrolle. |
Warum ist ein Pentest wichtig?
IT-Landschaften wachsen oft über viele Jahre hinweg. Neue Anwendungen, Cloud-Lösungen, externe Dienstleister und Schnittstellen erweitern die Angriffsfläche kontinuierlich.
Ein Pentest im Mittelstand oder ein Pentest für Kommunen hilft dabei, Risiken nicht nur technisch zu erfassen, sondern in ihrer praktischen Bedeutung für den Betrieb einzuordnen.
Warum klassische Sicherheitsmaßnahmen allein nicht ausreichen
Viele Sicherheitslösungen erkennen bekannte Bedrohungen oder einzelne Fehlkonfigurationen. Sie zeigen jedoch nicht immer, wie mehrere Schwachstellen miteinander kombiniert werden können.
Genau hier setzt ein Penetrationstest an: Er macht sichtbar, welche Wege ein Angreifer nutzen könnte, um von einem ersten Zugriff zu kritischen Systemen oder sensiblen Daten zu gelangen.
Dadurch entsteht keine reine Schwachstellenliste, sondern eine verwertbare Grundlage für konkrete Sicherheitsmaßnahmen.
Typische Schwachstellen aus der Praxis
In vielen Unternehmen und Kommunen treten ähnliche Sicherheitsprobleme auf, die im Tagesgeschäft häufig unentdeckt bleiben.
- Unsichere VPN-Konfigurationen
- Fehlende oder unzureichende Multi-Faktor-Authentifizierung
- Veraltete Webanwendungen oder Plugins
- Schwachstellen in Active Directory und Benutzerrechten
- Unsichere APIs oder Schnittstellen
- Fehlkonfigurationen in Microsoft 365 oder Cloud-Umgebungen
- Zu weitreichende Zugriffsrechte oder unklare Rechtekonzepte
Wie läuft ein Pentest ab?
- Definition der zu prüfenden Systeme und Ziele
- Analyse potenzieller Angriffsflächen
- Manuelle und/oder automatisierte technische Sicherheitsprüfung
- Validierung relevanter Schwachstellen
- Bewertung und Priorisierung der Risiken
- Dokumentation mit konkreten Handlungsempfehlungen
Unsere Penetrationstests orientieren sich an etablierten Vorgehensweisen, aktuellen Angriffsmethoden und praxisnahen Sicherheitsbewertungen. Der genaue Umfang wird vorab abgestimmt, damit die Prüfung zur jeweiligen IT-Umgebung passt.
Was bringt ein Penetrationstest konkret?
- Schwachstellen werden nachvollziehbar identifiziert
- Risiken lassen sich besser priorisieren
- Sicherheitsmaßnahmen können gezielter geplant werden
- Die technische Sicherheitslage wird transparenter
- Audit-, Compliance- und Datenschutzanforderungen werden unterstützt
- Entscheidungen im Bereich Cybersecurity werden fundierter
Ein Penetrationstest unterstützt Unternehmen dabei, ihre IT-Sicherheit strukturiert weiterzuentwickeln und Investitionen dort anzusetzen, wo sie den größten Sicherheitsgewinn bringen.
Welche Systeme können geprüft werden?
- Webanwendungen und Kundenportale
- Firewalls, VPN-Zugänge und externe Systeme
- Interne Netzwerke und Active Directory
- Microsoft 365, Azure oder Cloud-Umgebungen
- Schnittstellen und APIs
- Kommunale Fachverfahren und Verwaltungsanwendungen
Pentest Anbieter für Mittelstand und Kommunen
n-komm unterstützt Unternehmen und Kommunen bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Penetrationstests. Im Fokus stehen nachvollziehbare Ergebnisse, klare Prioritäten und konkrete Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der IT-Sicherheit.
Häufige Fragen zum Pentest
Wie oft sollte ein Pentest durchgeführt werden?
Viele Unternehmen führen jährlich oder nach größeren Änderungen an ihrer IT-Infrastruktur einen Pentest durch. Zusätzlich können automatisierte Sicherheitsprüfungen helfen, Risiken regelmäßiger zu kontrollieren.
Ist ein Pentest auch für kleine Unternehmen sinnvoll?
Ja. Auch kleine und mittelständische Unternehmen verarbeiten sensible Daten und sind auf funktionierende IT-Systeme angewiesen. Der Umfang der Prüfung kann dabei an die jeweilige Umgebung angepasst werden.
Was kostet ein Pentest?
Die Kosten hängen vom Umfang der Prüfung, der Anzahl der Systeme und der gewünschten Prüftiefe ab. Ein Pentest einer einzelnen Webanwendung unterscheidet sich deutlich von der Prüfung komplexer Netzwerk- oder Cloud-Umgebungen. Deshalb erfolgt die Aufwandsschätzung in der Regel individuell.
Wie lange dauert ein Pentest?
Je nach Umfang kann ein Penetrationstest wenige Tage bis mehrere Wochen dauern. Nach Abschluss erhalten Unternehmen einen Bericht mit Risikobewertung und Handlungsempfehlungen.
Beeinträchtigt ein Pentest den laufenden Betrieb?
Professionell durchgeführte Pentests werden sorgfältig geplant und abgestimmt. Ziel ist es, Sicherheitslücken zu identifizieren, ohne Geschäftsprozesse oder produktive Systeme unnötig zu beeinträchtigen.
Was ist der Unterschied zwischen manuellem und automatisiertem Pentest?
Ein manueller Pentest eignet sich besonders für komplexe Fragestellungen und individuelle Systeme. Ein automatisierter Pentest ermöglicht wiederholbare Prüfungen und unterstützt bei der kontinuierlichen Sicherheitsvalidierung.
Was ist der Unterschied zwischen Pentest und Schwachstellenscan?
Ein Schwachstellenscan identifiziert bekannte Sicherheitslücken automatisiert. Ein Pentest geht einen Schritt weiter und bewertet, welche Schwachstellen im konkreten Kontext relevant sind.
Unterstützt ein Pentest bei NIS2 und ISO 27001?
Ja. Penetrationstests können technische Risiken nachvollziehbar dokumentieren und Unternehmen bei der Umsetzung von Anforderungen aus NIS2, ISO 27001 oder internen Compliance-Vorgaben unterstützen.
Pentest-Bedarf einschätzen lassen
Sie möchten wissen, welcher Prüfungsumfang für Ihre IT-Umgebung sinnvoll ist?
n-komm unterstützt Sie dabei, die Ausgangslage einzuordnen, passende Prüfschwerpunkte zu definieren und konkrete nächste Schritte abzuleiten.
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