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Security Awareness Training einführen: 12 Schritte zu einem Team, das Phishing erkennt

Die meisten Angriffe beginnen mit einer E-Mail, und dann entscheidet ein einziger Klick. Ein Spamfilter fängt viel ab, aber nicht alles. Diese 12 Schritte zeigen, wie Sie ein Security Awareness Training aufbauen, das im Alltag wirkt, und wie Sie den Fortschritt sichtbar machen.

Von Alexander Kühn, Geschäftsführer der n-komm GmbH · Stand:

Kurz erklärt

Was ist ein Security Awareness Training?

Ein Security Awareness Training schult Beschäftigte im sicheren Umgang mit IT. Sie lernen, Phishing, Betrugsversuche mit falscher Identität und andere Angriffe zu erkennen und richtig zu reagieren, etwa einen Verdacht sofort zu melden. Gute Trainings verbinden kurze Lerneinheiten mit Phishing-Simulationen: realistischen, aber harmlosen Test-Mails, die zeigen, wie gut das Gelernte im Alltag ankommt.

Phase 1: Bedarf ermitteln

  1. Typische Vorfälle auswerten

    Sehen Sie sich an, welche Sicherheitsvorfälle bei Ihnen vorkommen: verdächtige E-Mails, gefälschte Anrufe, falsche Zahlungsanweisungen. Daraus ergeben sich die Themen, die Ihr Training zuerst abdecken sollte.

  2. Beschäftigte nach Unsicherheiten fragen

    Eine kurze, anonyme Umfrage zeigt, wo Ihr Team unsicher ist und welche Fragen es beschäftigt. So setzen Sie das Training dort an, wo es gebraucht wird.

  3. Berichte und Anforderungen prüfen

    Werten Sie Berichte Ihrer IT und vergangene Vorfälle aus. Prüfen Sie außerdem, welche Vorgaben für Sie gelten: NIS2 verlangt Schulungen zur Cybersicherheit, auch für die Geschäftsleitung betroffener Unternehmen.

Phase 2: Inhalte auswählen

  1. Die passenden Themen festlegen

    Wählen Sie Themen, die zu Ihren Risiken passen: Phishing erkennen, Betrug mit falscher Identität wie gefälschte Anweisungen vom „Chef“, sichere Passwörter und zweiter Faktor, Arbeiten im Homeoffice und unterwegs, der Umgang mit KI-Werkzeugen und das richtige Melden, wenn doch jemand geklickt hat.

  2. In kurzen Einheiten lernen

    Kurze Lerneinheiten passen in jeden Arbeitstag und bleiben besser hängen als eine lange Pflichtschulung im Jahr. Eine Plattform wie phished.io stellt solche Einheiten bereit und liefert Auswertungen.

  3. Inhalte an Ihr Unternehmen anpassen

    Passen Sie Beispiele und Schwerpunkte an Ihre Branche und Ihre Abläufe an. Teams mit besonderem Risiko, etwa Buchhaltung oder Empfang, brauchen oft eigene Workshops.

Phase 3: Schulen und üben

  1. Einen passenden Rhythmus planen

    Eine einmalige Schulung verpufft schnell, weil Angreifer ihre Methoden ändern und Gelerntes in Vergessenheit gerät. Legen Sie deshalb einen Rhythmus fest, der zu Ihrem Risiko passt, und verstehen Sie Awareness als laufenden Prozess.

  2. Verschiedene Formate anbieten

    Kombinieren Sie E-Learning am Arbeitsplatz mit Präsenzschulungen vor Ort, Online-Live-Schulungen im Videocall und Workshops. Für Geschäftsleitung und Führungskräfte eignen sich eigene Management-Schulungen.

  3. Mit Phishing-Simulationen üben und direkt rückmelden

    Realistische, aber harmlose Test-Mails zeigen, wie gut das Training wirkt. Wer klickt, erhält sofort einen Lernhinweis, worauf zu achten war. Niemand wird bloßgestellt: Die Ergebnisse werden anonymisiert ausgewertet, den Ablauf stimmen Sie bei Bedarf mit dem Betriebsrat ab.

Phase 4: Fortschritt messen und weiterentwickeln

  1. Kennzahlen festlegen

    Bestimmen Sie, woran Sie den Erfolg messen, etwa wie viele Lerneinheiten abgeschlossen werden und wie sich das Verhalten in den Phishing-Simulationen entwickelt: weniger Klicks, mehr Meldungen.

  2. Ergebnisse auswerten und dokumentieren

    Werten Sie die Ergebnisse regelmäßig aus und halten Sie die Schulungen schriftlich fest. So sehen Sie die Entwicklung und haben den Nachweis zur Hand, wenn Behörden, Auditoren oder Versicherungen danach fragen.

  3. Inhalte laufend aktualisieren

    Passen Sie Themen und Beispiele an neue Angriffsmaschen und an die Rückmeldungen Ihres Teams an. So bleibt das Training aktuell und glaubwürdig.

Aus der Praxis

IT-Sicherheit im Arbeitsalltag präsent

Eine öffentliche Verwaltung mit 210 Mitarbeitenden hatte ihre Beschäftigten regelmäßig über Phishing informiert, konnte aber kaum beurteilen, ob das etwas bringt. Mit realistischen Phishing-Simulationen und kurzen Lerneinheiten hat sich das deutlich verändert: Das Thema IT-Sicherheit ist heute viel präsenter im Arbeitsalltag, ohne dass aufwendige Schulungen organisiert werden müssen. Mehr dazu auf der Seite Security Awareness Training.

Häufige Fragen zum Security Awareness Training

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns.

Was ist eine Phishing-Simulation?

Bei einer Phishing-Simulation erhalten Beschäftigte realistische, aber harmlose Test-Mails. So zeigt sich, wie gut die Trainings wirken. Wer klickt, erhält direkt einen Lernhinweis. Niemand wird bloßgestellt, die Ergebnisse werden anonymisiert ausgewertet.

Reicht ein guter Spamfilter nicht aus?

Spamfilter fangen viel ab, aber nicht alles. Gerade gezielte Angriffe auf einzelne Personen kommen oft durch, und dann entscheidet der Mensch.

Verlangt NIS2 Schulungen zur Cybersicherheit?

Ja. NIS2 verlangt Schulungen zur Cybersicherheit, und auch die Geschäftsleitung betroffener Unternehmen muss sich selbst schulen lassen.

Wie oft sollte man Beschäftigte schulen?

Am besten laufend statt einmalig. Angreifer ändern ständig ihre Methoden, und Gelerntes gerät in Vergessenheit. Den Rhythmus legen Sie nach Ihrem Risiko fest.

Würde Ihr Team die nächste Phishing-Mail erkennen?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in 30 Minuten Ihre Ausgangslage und zeigen Ihnen, welche Themen und Formate zu Ihrem Team passen. Per Teams oder Telefon, unverbindlich.

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